Bei der Auswahl eines ERP Systems stehen häufig zunächst die Funktionen im Mittelpunkt. Kann das System Finanzbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Lager oder Produktion abbilden? Welche Prozesse gehören zum Standard und wo werden individuelle Lösungen benötigt?
Diese Fragen bleiben wichtig. Für eine langfristige ERP Strategie reicht der Blick auf den aktuellen Funktionsumfang jedoch nicht mehr aus.
Unternehmen arbeiten heute mit zunehmend vernetzten Systemlandschaften. Onlineshops, Dokumentenmanagement, Lagerlösungen, CRM, HR Software, E Commerce Plattformen und individuelle Anwendungen greifen auf Daten und Prozesse des Unternehmens zu.
Damit verändert sich auch die Rolle des ERP Systems. Vom ERP System zur zentralen Plattform. SAP Business One bildet für viele mittelständische Unternehmen die zentrale Grundlage ihrer Geschäftsprozesse. Hier laufen Informationen aus Einkauf, Verkauf, Lager, Finanzwesen und weiteren Unternehmensbereichen zusammen.
Gleichzeitig entstehen rund um das ERP immer mehr spezialisierte Anwendungen.
Die entscheidende Herausforderung besteht deshalb nicht darin, möglichst viele Funktionen in einem einzigen System abzubilden. Entscheidend ist vielmehr, dass unterschiedliche Lösungen zuverlässig miteinander kommunizieren können. Genau hier spielen Schnittstellen und moderne Integrationsmöglichkeiten eine immer größere Rolle.
Ereignisbasierte Integration mit Webhooks
Ein technisch interessanter Baustein in der Weiterentwicklung von SAP Business One sind Webhooks im Service Layer.
Klassische Integrationen arbeiten häufig nach dem Prinzip, dass ein angebundenes System in bestimmten Zeitabständen überprüft, ob sich Daten im ERP verändert haben.
Webhooks ermöglichen einen anderen Ansatz.
Tritt ein definiertes Ereignis in SAP Business One ein, kann eine angebundene Anwendung darüber informiert werden. Dadurch lassen sich Systeme stärker ereignisbasiert miteinander verbinden. Das kann beispielsweise relevant sein, wenn Geschäftsobjekte angelegt oder verändert werden und daraus automatisiert weitere Prozesse in angebundenen Anwendungen entstehen sollen.
Für moderne Systemarchitekturen eröffnet das zusätzliche Möglichkeiten, Abläufe stärker zu automatisieren und Informationen schneller zwischen verschiedenen Anwendungen auszutauschen.
Der Web Client wird auch technisch interessanter
Parallel dazu entwickelt SAP den Web Client von SAP Business One weiter. Dabei geht es nicht ausschließlich darum, bestehende Funktionen über den Browser verfügbar zu machen. Auch die Erweiterbarkeit spielt eine wichtige Rolle.
Über die Web Client UI API können individuelle Erweiterungen in die Benutzeroberfläche integriert werden. Die Extensibility Architektur ermöglicht dabei den Einsatz moderner Webtechnologien und den Zugriff auf Geschäftsobjekte über den Service Layer. Das ist insbesondere für Unternehmen interessant, deren Anforderungen über reine Standardprozesse hinausgehen.
Denn Standardisierung und Individualisierung müssen kein Widerspruch sein.
Ein stabiles ERP System kann die Grundlage bilden, während gezielte Erweiterungen genau dort eingesetzt werden, wo individuelle Unternehmensprozesse einen tatsächlichen Mehrwert schaffen.
Warum diese Entwicklung für den Mittelstand relevant ist
Die Anforderungen an ERP Systeme verändern sich.
Unternehmen erwarten heute nicht mehr ausschließlich, dass ihre Geschäftsprozesse zuverlässig abgebildet werden. Sie benötigen Systeme, die sich mit neuen Anforderungen weiterentwickeln können.
Dazu gehören unter anderem:
- die Integration zusätzlicher Anwendungen
- automatisierte Datenflüsse zwischen verschiedenen Systemen
- individuelle Erweiterungen
- browserbasierte Arbeitsmöglichkeiten
- moderne Schnittstellen
- eine zuverlässige zentrale Datenbasis
- perspektivisch auch die stärkere Nutzung von KI auf Basis vorhandener Unternehmensdaten
Damit wird die technische Architektur eines ERP Systems zunehmend zu einer strategischen Frage.
Nicht nur fragen, was ein ERP heute kann
ERP Entscheidungen werden für viele Jahre getroffen.
Deshalb sollte bei der Auswahl oder Weiterentwicklung eines Systems nicht ausschließlich betrachtet werden, welche Anforderungen heute bestehen.
Mindestens genauso wichtig ist die Frage:
- Kann sich unsere ERP Landschaft gemeinsam mit unserem Unternehmen weiterentwickeln?
- Welche Systeme müssen künftig angebunden werden? Wo entstehen neue digitale Geschäftsprozesse?
- Welche Abläufe sollen automatisiert werden? Und an welchen Stellen benötigt das Unternehmen individuelle Lösungen?
Genau diese Fragen entscheiden langfristig darüber, ob ein ERP System lediglich bestehende Prozesse verwaltet oder eine tragfähige Grundlage für die weitere Digitalisierung des Unternehmens bildet.
SAP Business One Roadshow in Düren
Wer sich mit der Weiterentwicklung seiner ERP Landschaft beschäftigt oder aktuelle Entwicklungen rund um SAP Business One kennenlernen möchte, hat im September die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.
Bei der SAP Business One Roadshow in Düren geht es um aktuelle Entwicklungen, konkrete Anwendungsmöglichkeiten und die Frage, wie Unternehmen SAP Business One heute und zukünftig sinnvoll einsetzen können.
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